Gaming nur noch per Streaming?

Spielekonsolen waren lange der Hit und ein Muss für jeden Spieler. Doch die Zeiten ändern sich. Heute verkaufen sich die Konsolen nur noch schleppend. Sony hat bereits für seine PS 5, die auf Ende des Jahres erscheint, angekündigt, die Stückzahlen deutlich zu reduzieren (und das bereits vor der Corona Krise). Das Aus der Spielekonsolen scheint beschlossene Sache zu sein.

Streaming, wie wir es bei Filmen und Musik kennen, ist der Trend schlechthin und erreicht nun auch langsam die Spielebranche. Hilfreich ist dabei vor allem der neue 5G Standard, der vieles revolutionieren wird. Auch die Art und Weise, wie wir den PC und unsere Daten nutzen. Auf der Festplatte wird künftig kaum noch etwas landen. Alles wird auf der Cloud gespeichert und auch die Spiele werden künftig dort landen. Microsoft  will dabei natürlich mitmischen und den Spielemarkt keinesfalls Amazon überlassen.

Die Zukunft beim Spielen

Gaming nur noch per Streaming

Amazon? Ja, richtig. Der Gigant und andere Streaming-Dienste planen schon seit langer Zeit, nicht nur Filme, Dokus und Musik anzubieten, sondern auch Spiele. Immerhin hat das Unternehmen, genauso wie Netflix, eine gute Streaming-Infrastruktur aufgebaut. Sony, Microsoft und andere Unternehmen hingegen laufen Gefahr, Marktanteile zu verlieren. Denn mit der Cloud werden auch die Betriebssysteme an Bedeutung verlieren.

Wie soll es funktionieren

Im Praktischen unterscheidet sich das Streaming von Spielen nicht so sehr wie von Filmen und Musik. Der Inhalt liegt in der Cloud und wird somit über das Internet bereitgestellt. Einen Unterschied gibt es aber. Beim Spielen erfolgt ein ständiger Austausch mit der Cloud, was die Nutzung bisher erschwerte. Mit den meinen 5G Standard ändert sich das.  Die gesamten Berechnungen im Spielen erfolgen nun in der Cloud. Teure Spiele-Computer und Konsolen sind daher nicht mehr notwendig. Mit einem einfachen PC lassen sich künftig komplexe Spiele genießen, ohne dass es zu Aussetzern kommt.

Was bedeutet das für die Nutzer?

Auf der einen Seite sind die hohen Hardwareanforderungen nicht mehr erforderlich. Software wird nicht mehr auf der Konsole oder der PC-Festplatte installiert. Von überall aus können komplexe Spiele gespielt werden. Natürlich gibt es auch einen Haken. Das Spiel funktioniert nur noch, wenn monatlich oder jährlich die Gebühren bezahlt werden. Auf Dauer wird es also (deutlich) teurer.

Wichtig ist am Ende nur eine gute und vor allem stabile Internetverbindung, so wie wir sie bei 5G finden. Dafür müssen aber zunächst einmal neue Endgeräte verfügbar sein. Derzeit gibt es nur wenige Smartphones, die diesen Standard bereits erfüllen. Auch die Zukunft des mobilen Glücksspiels wird sich damit nach und nach verändern. Es wäre sogar denkbar, das Amazon irgendwann solche Glücksspiele anbietet, wenn sich die Gesetze zur Nutzung ändern würden.

Microsoft ist aktiv

Schon vor einigen Jahren gab es Gerüchte, mittlerweile scheint es nun klar zu sein: Microsoft plant seinen eigenen Streamingdienst (zu erweitern/erneuen). Die bisherigen Apps dazu waren bei Windows nicht sehr erfolgreich, dennoch wurden die Gerüchte erneut befeuert, als Microsoft mitteilte, den Streaming-Dienst ausbauen zu wollen.

Streaming ist eigentlich bisher ein  Verlustgeschäft. Bestes Beispiel ist Netflix. Der Konzern sitzt immer wieder am Rande der Pleite. Die Schulden sind immens. Amazon hingegen hat eine Querfinanzierung (verbunden mit seinen anderen Produkten und Dienstleistungen) und genau das möchte Microsoft ebenfalls umsetzen. Es bleibt also spannend.

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