Kabel-Internet – die Alternative zu DSL

Die Anforderungen an die Internetverbindung steigen ständig. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Entwicklung bei den Videoinhalten. Vor zehn Jahren war dies noch ein absolutes Randgebiet. Inzwischen entfällt ein Großteil des Internetverkehrs in privaten Haushalten auf Videoinhalte. Hinzu kommt, dass die Qualität und Auflösung der Videos und Filme im Internet immer weiter steigt. Dies führt zu einem exponentiellen Anstieg des Datenverkehrs.

Inzwischen deutet sich an, dass immer mehr Bereiche auf das Streaming setzen. So gibt es bereits Gaming via Streaming, das ebenfalls hohe Anforderungen an die Bandbreite des Internetanschlusses stellt.

Ein Großteil der privaten Haushalte in Deutschland verbindet sich via DSL mit dem Internet. Die Bandbreite bei diesen Anschlüssen ist jedoch begrenzt und ein Ausbau nur schwer möglich. Der Grund hierfür liegt in der Technik. Diese nutzt bestehende Kupferleitungen von Telefonverbindungen. Der Glasfaser-Ausbau verläuft schleppend und ist in vielen Gegenden in naher Zukunft nicht geplant.

So sind viele Verbraucher an den DSL-Anschluss und die damit verbundene maximal Geschwindigkeit gebunden. Dies bedeutet oftmals 16 Mbit/s oder sogar weniger. Eine Alternative gibt es jedoch: Internet über Kabel. Nicht alle sind mit dieser Technik vertraut und kennen die Vor- und Nachteile. Aber lohnt sich der Wechsel von DSL auf Kabel?

Vergleich zwischen DSL und Kabel-Internet

DSL und Kabel-Internet im Vergleich

DSL und Internet über Kabel unterscheiden sich grundlegend. Bei Kabel-Internet wird die Verbindung über das Fernsehkabelnetz hergestellt. DSL hingegen fließt über die Telefonleitung. Dementsprechend gelangt das Signal auch auf unterschiedlichen Wegen in die Wohnung. Bei DSL kommt es über die Telefonbuchse, an die der Splitter angeschlossen wird. Von dort geht es zum DSL-Modem, das wiederum den Anschluss für das Netzwerkkabel des eigenen Computers bietet.

Bei Kabel-Internet erreicht das Internet-Signal die Wohnung über die Kabeldose. Diese muss zu einer sogenannten Multimediadose umgerüstet werden. Ebenfalls wird ein spezielles Kabelmodem benötigt. An dieser können dann die vorhandenen Netzwerkgeräte wie ein Switch angeschlossen werden.

Unterschiede zeigen sich auch bei der Übertragungsgeschwindigkeit. Bei DSL schwankt diese extrem. Abhängig ist dies vom Ort und der vorhandenen Infrastruktur. Vor dem Abschluss des Vertrags informieren die meisten Anbieter den Kunden über die ungefähr zu erwartende Geschwindigkeit. Es ist jedoch keine Seltenheit, dass diese nicht oder nur zeitweilig erreicht wird. Tatsächlich zählt dies nicht als Mangel, da die Geschwindigkeit nicht garantiert wird. Theoretisch kann DSL in Form von VDSL einen Download von 100 Mbit/s und 40 Mbit/s Upload bereitstellen.

In der Praxis ist oftmals bei 16 Mbit/s Schluss. Anders sieht die Situation bei Kabel-Internet aus. Technisch sind Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s möglich. Viele Tarife versprechen jedoch 400 Mbit/s oder 100 Mbit/s. Mitunter werden auch diese Geschwindigkeiten am Modem in der Wohnung nicht erreicht, was an Signalverlusten bei der Infrastruktur liegt. Dennoch ist Kabel-Internet in der Regel schneller als DSL.

Ist Kabel-Internet überall verfügbar?

Ein Problem bei Kabel-Internet ist hingegen die Verfügbarkeit. Diese Art des Internets ist nur dort zu haben, wo die Kabelnetzbetreiber dies ermöglichen und entsprechende Fernsehkabel vorhanden sind. Bei den Kabelnetzbetreibern ist auch die Verfügbarkeit von Kabel-Internet in Deutschland überprüfbar, wobei Webseiten die Kontrolle der eigenen Adresse ermöglichen. Dann gibt es noch Einschränkungen, was die Anbieter betrifft.

Kabel-Internet wird nur von einigen wenigen Providern bereitgestellt. Diese sind teilweise auch nur lokal aktiv. Die Erreichbarkeit liegt bei ungefähr 17 Millionen Haushalten in Deutschland, wobei vor allem Großstädte und Ballungsgebiete versorgt sind.

Wie funktioniert der Wechsel auf Kabel-Internet?

Wer von DSL auf Kabel umsteigen möchte, muss einige Punkte beachten. Teile der Geräte müssen ersetzt werden. So wird ein Kabelmodem anstelle des bisherigen DSL-Modems benötigt. Auch die Position, an der das Internet in der Wohnung ankommt, verändert sich. Viele Telefonbuchsen befinden sich im Flur, die Kabeldose hingegen oft im Wohnzimmer.

Wer sich beispielsweise ein Heimkino einrichtet und dort einen Internetanschluss für das Streamen von Filmen haben will, der sollte die Position der Buchse genau überdenken. Ansonsten müssen zusätzlich Kabel über längere Strecken gelegt werden. Dementsprechend muss vorher eventuell eine neue Kabelbuchse verlegt werden.

Die Kündigung beim Wechsel von DSL auf Kabel-Internet folgt einem ganz bestimmten System. Anders als bei einem normalen Wechsel darf keine Kündigung des aktiven DSL-Vertrags erfolgen. Ansonsten geht die eigene Telefonnummer verloren. Vielmehr werden die Vertragsdetails dem Kabelanbieter übermittelt. Dieser übernimmt die Kündigung und die Übertragung der Telefonnummer, da zukünftig auch der Telefonanschluss über das Kabelnetz läuft.

Kosten von Kabel-Internet und DSL im Vergleich

Im direkten Vergleich steht das Kabel-Internet gut da. Tarife mit 50 Mbit/s sind für etwa 30 Euro monatlich verfügbar. DSL 50 kostet in der Regel etwas mehr. Kabel mit 1000 Mbit/s gibt es bei einigen Anbietern bereits ab 39 Euro. DSL kann bei diesen Geschwindigkeiten bereits nicht mehr mithalten, sodass sich Kabel vor allem für diejenigen lohnt, die eine schnelle Internetverbindung suchen.

Grundsätzlich ist ein Wechsel auf Kabel-Internet also durchaus interessant. Der Ratgeber über das Kabel-Internet auf Onlinekosten.de bietet detaillierte Informationen über die Technik und was noch beachtet werden muss. Auch findet sich dort ein Preisvergleich für Kabeltarife. Über diesen Weg wird schnell der günstigste Anbieter an der eigenen Adresse gefunden.

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