Streaming Dienste: Netflix vorgestellt

Netflix ist innerhalb der letzten Jahre zu einem der größten Streaming-Anbieter aufgestiegen. Es handelt sich um einen US amerikanischen Anbieter von Videos. Kurz zusammen gefasst bietet das Unternehmen gegenüber seinen Kunden einen Abo-Service* an. Über diesen Service können die Kunden unbegrenzt Filme und Fernsehsendungen online streamen.

Dabei erstreckte sich das Angebot ursprünglich nur auf den heimischen amerikanischen Markt. Seit dem Jahr 2010 expandiert das Unternehmen auch in andere Länder und Regionen. So groß das Unternehmen mittlerweile auch ist, so klein hat es auch einmal angefangen.

Die Anfänge von Netflix

Streaming Dienst Netflix

Das Unternehmen wurde im Jahre 1997 in Kalifornien gegründet. Gründer waren Marc Randolph und Reed Hastings. Beide waren zu dieser Zeit Softwareunternehmer. Wie es zur Idee von Netflix gekommen ist, gibt es verschiedene Geschichten. Zum einen soll die Idee auf dem Weg zu einem Fitnessstudio gekommen sein. So ist den Gründern aufgefallen, dass das Geschäftsmodell in Fitnessstudios viel besser sei, als selbiges beim Schauen beziehungsweise Ausleihen von Filmen.

Ihnen gefiel dabei die Idee, dass man für einen monatlichen fixen Betrag unbegrenzt Leistungen in Anspruch nehmen konnte und dies wollten sie nun bei Filmen ebenfalls umsetzen. Zum anderen gibt es die Geschichte, dass sich die Gründer über eine Strafgebühr von 40 $ für eine erst zu spät zurückgegebene Video derart aufregten, dass sie zu der Idee kamen, einen Postversand anzubieten.

Damit wurde Netflix zunächst als ein Unternehmen gegründet, welches einen Videoverleih per Post anbietet. Die beiden Unternehmer investieren zusammen 2,5 Millionen Dollar als Startkapital in das Unternehmen. Gleich zu Beginn begann das Unternehmen mit 30 Mitarbeitern und hatte dabei 925 Filme zum Verleih im Angebot.

Das Besondere dabei war, dass diese Anzahl von 925 Filmen damals nahezu der vollständige Katalog bedruckte DVDs war. Dabei verlief das Geschäft erfolgreich, so dass im Jahr 1998 Amazon, welches vor einigen Jahren ebenfalls noch ein Start-Up war, das Unternehmen zu erwerben versuchte.

Allerdings lief das Geschäft nicht lange gut. So hatte das Unternehmen im Jahr 2000 zwar 300.000 Abonnenten gleichwohl schrieb das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt rote Zahlen. Gleichzeitig war das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt von externen Postdienstleistungsunternehmen abhängig. Aus diesen Gründen fragte Netflix bei Blockbuster an, ob dieses Unternehmen nicht an einem Erwerb von Netflix in Höhe von 50 Millionen US-Dollar interessiert sei.

Dazu kam es jedoch nicht. Vielmehr stieg nach dem Platzen der Dotcom-Blase die Abonnentenzahl beträchtlich an. Ursache hierfür war, dass sich immer mehr Menschen einen DVD Player kauften. So hatte das Unternehmen im Jahr 2002 rund 670.000 Abonnenten.

Der Börsengang

Ebenfalls im Jahr 2002 wurde der Börsengang des Unternehmens eingeleitet. Dabei wurden 5,5 Millionen Stammaktien mit einem Volumen von jeweils 15 $ pro Aktie auf den Markt gebracht. Diese Jahre waren für das Unternehmen besonders erfolgreich. So erzählte das Unternehmen 2003 bei einem Umsatz von 272 Millionen Dollar zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte einen Gewinn und zwar in Höhe von 6,5 Millionen Dollar.

Diese Erfolgsgeschichte sollte weitergehen. So meldete das Unternehmen im ersten Quartal des Jahres 2014 erstmals rund 1 Milliarde Dollar Umsatz.

Streaming Dienste und eigene Produktion

Im Jahr 2007 stieg Netflix in das Streaminggeschäft ein. Dies hatte den Vorteil, dass Abonnenten nunmehr nicht mehr auf den Postversand warten mussten. Sie konnten vielmehr die Filme sofort und bequem von zu Hause aus schauen. Das Streaminggeschäft entwickelte sich dabei immer weiter und ist heute das Geschäftsmodell von Netflix.

Netflix ist aber bis 2010 nur in den Vereinigten Staaten verfügbar gewesen. Ab 2010 begann die Expansion in andere Länder. Ab dem Jahr 2014 ist Netflix schließlich unter anderem auch in Deutschland verfügbar.

Das besondere bei Netflix ist außerdem, dass sie ab dem Jahr 2011 erstmals eigene produzierte Serien ankündigten. Zur absoluten Erfolgsserie wurde dabei die Politik Serie „House of Cards“.

Zukunft

Auf weiterhin nimmt die Zahl von Neukunden von Netflix stetig zu. Auch werden, ähnlich wie bei Amazon Prime Video, immer weitere Serien und Filme von Netflix produziert, sodass es spannend zu sehen bleibt, wohin die Reise gehen wird.

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