Was ist Serial ATA bzw. SATA eigentlich?

Computertechnologie ist für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Die komplexen Techniken und unverständliche Abkürzungen sind oft schwer verständlich und schrecken Anfänger auf diesem Gebiet ab – und das, obwohl wir die Technik Tag für Tag benutzen.

Ein perfektes Beispiel dafür sind Festplatten: SATA, PATA, IDE, SSD… ohne diese würde kaum ein System funktionieren. Aber, was sind die wichtigsten Arten von Festplatten überhaupt und worin unterscheiden sich die bekanntesten Standards?

Was ist ein SATA Anschluss?

SATA Anschluss an Festplatte

Die Abkürzung SATA steht für „Serial Advanced Technology Attachment“ und ist eine Schnittstellen-Technik zur Datenübertragung für Festplatten und Wechselspeicher-Laufwerke (wie zum Beispiel USB-Sticks). Serial ATA ist heute der Standard in den meisten Rechnern und Laptops weltweit, allerdings kommen auch zunehmende andere Schnittstellen auf den Markt.

Das SATA-System gibt es bereits seit 2001 und es wurde seitdem ständig weiterentwickelt. Das SATA-System hat gegenüber anderen bzw. älteren Festplatten drei konkrete Vorteile:

  • Höhere Datentransferrate: Die Festplatte arbeitet sehr schnell mit einer Übertragungsrate von bis zu 600 Megabyte pro Sekunde.
  • Einfache Kabelführung: Die Kabel der SATA-Festplatte sind nur 8mm breit und 7-polig, sprich, die Kabel sind bei einer Länge von bis zu einem Meter wesentlich dünner und länger als bei älteren Systemen.
  • Daten von einer Festplatte zu einer anderen Festplatte können auf engerem Raum schneller übertragen werden.

Was unterscheidet PATA und SATA?

PATA-Festplatten (Parallel AT Attachment) können als ein Vorläufer der SATA-Festplatten gesehen werden. Es gibt im Wesentlichen drei Unterschiede:

  • PATA-Kabel haben 80 Pins, SATA-Kabel nur sieben Pins. Dadurch benötigen PATA-Festplatten wesentlich mehr Platz im Gehäuse des Rechners.
  • PATA-Festplatten sind wesentlich langsamer und arbeiten mit höchstens 150 Megabye pro Sekunde, SATA-Festplatten hingengen mit bis zu 600.
  • SATA-Festplatten können per Hot plugging zu einem bestehenden und laufenden System ganz einfach hinzugefügt werden, mit PATA-Festplatten funktioniert dies nicht.

Welche Versionen des Serial-ATA-Standards gibt es?

Im Wesentlichen gibt es sechs unterschiedliche Serial-ATA-Standards, welche sich vor allem durch die Geschwingkeit unterscheiden. Hinzu kommt eine externe Variante:

  • Serial ATA 1,5 Gbit/s
  • Serial ATA 3,0 Gbit/s
  • External Serial ARA (eSata)
  • External Power over Serial ATA
  • Serial ATA 6,0 Gbit/sSATA Express 8 Gbit/s

Was ist eine IDE Festplatte?

IDE bedeutet „Integrated Device Electronics“ und sagt, dass ein Teil der Steuerungsfähigkeiten, also der Controller, für den Festplattenbetrieb im Gerät integriert ist. IDE-Festplatten sind ein älterer Standard und wurden im Prinzip komplett von SATA-Festplatten verdrängt.

Der IDE-Anschluss ist heute fast ausschließlich dann von Interesse, wenn alte Platten oder Laufwerke an einen modernen Rechner angeschlossen werden sollen. Heute wird der IDE-Standard oft auch PATA genannt, um die Geräte besser von SATA-Geräten unterscheiden zu können.

Fazit – Was für eine Festplatte lohnt sich?

Der aktuelle Standard sind die SATA-Festplatten. Bei einem Neukauf sollte hier unbedingt darauf geachtet werden, eine gute Festplatte mit schneller Geschwindigkeit im System zu haben. Dies wird oft unterschätzt, doch die Übertragungszeit einer Festplatte ist für die Gesamtgeschwindigkeit eines Systems von zentraler Bedeutung, zum Beispiel beim Booten des Systems oder dem Starten von Programmen. Zusätzlich sind gute Festplatten gegen Datenverlust abgesichert und gehen wesentlich weniger schnell kaputt.

Festplatten, auch gute, kosten heute nur noch wenig Geld. Eine Ausnahme machen die extrem schnellen SSD-Festplatten. SDD steht für Solid-State-Drive und sind die neuesten Festplatten auf dem Markt, welche auf einer extrem kleinen Größe sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen können. Gleichzeitig haben SDD-Festplatten keine beweglichen Teile, was sie trotz der kompakten Größe deutlich robuster gegenüber älteren Modellen macht.

Diese sind etwas teurer, inzwischen aber auch bezahlbar. Es lohnt sich fast immer, mindestens zwei Platten im Verbund in einem System zu haben: Eine SSD und eine SATA-Festplatte. Auf der SSD werden alle Programme und das eigentliche Betriebssystem abgelegt, da diese enorm von der Abrufgeschwindigkeit der Platte profitieren. Größere Datenmengen wie die Musik- und Filmsammlung können auf der SATA-Festplatte abgelegt werden.

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