Welche Arten von Arbeitsspeicher gibt es und wo liegen die Unterschiede?

Bei einem Arbeitsspeicher handelt es sich um ein Bauteil, mit dessen Hilfe zu verarbeitende Nutzerdaten zwischengespeichert werden. Im Unterschied zu einer Festplatte werden diese bei einem Arbeitsspeicher wesentlich schneller verarbeitet.

Im Gegensatz zum Arbeitsspeicher bleiben jedoch die Daten bei einer Festplatte auch erhalten, wenn die Spannungsversorgung abgetrennt oder unterbrochen wird. Deshalb wird bei einem Arbeitsspeicher auch von einem „flüchtigen Speicher“ gesprochen.

Dafür ist die Technologie der Chips (werden auch als RAM-Bausteine bezeichnet) verantwortlich, welche im Arbeitsspeicher verbaut sind. Es gibt es auch unterschiedliche Arten von Arbeitsspeicher.

Die unterschiedliche Arten von Arbeitsspeicher

unterschiedliche Arten von Arbeitsspeicher

SDRAM

Hierbei handelt es sich um die älteste Art der verwendeten Speicherarten, die aktuell am Markt noch angeboten werden. Hier liegt die maximale Speicherkapazität bei 512 MB RAM. SDRAM wird häufig in ältere PC-Ausführungen eingebaut.

Die Übertragung der Signale erfolgt hier bei einer aufsteigenden Taktflanke. Für einen normalen PC wird hier in der Praxis ein Speicher (RAM) in der Größenordnung von mindestens 4 GB benötigt, um eine normale Büroarbeit erledigen zu können.

Das bedeutet normal in Netz surfen oder E-Mails bearbeiten. Sollten jedoch hier viele Programme gleichzeitig zum Einsatz kommen, ist es sinnvoller einen Arbeitsspeicher mit 8 oder auch 16 GB zu verwenden.

Bei Gaming am PC ist es ebenfalls sinnvoll, hier einen Arbeitsspeicher von mindestens 8 GB einzusetzen.

DDR

Durch DDR wird Double Date Rate abgekürzt. Dabei werden hier die Datenbits sowohl bei der aufsteigenden als auch bei der abfallenden Flanke des Taktsignals übertragen im Unterschied zu dem konventionellen Single Date Rate-Verfahren, bei dem bei einer aufsteigenden Flanke des Taktsignals die Übertragung erfolgt.

Hier wird auf die „Prefetch-Technik“ zurückgegriffen und dabei werden bei einem Datenzugriff gleich 2 Mal so viele Daten geholt.

Die Ausgabe der einen Hälfte der Daten erfolgt mit der steigenden Taktflanke und die andere Hälfte der Daten wird zwischengespeichert und dann erfolgt die Ausgabe erst mit der fallenden Flanke. Bei DDR gibt es unterschiedliche Ausführungen.

DDR 2

Bei dieser Ausführung werden, wie oben ausgeführt, doppelt so viele Daten (also 2 Datenbits) pro auf- und absteigende Flanke (Übertragung vergleichbar wie bei DDR) übertragen.

DDR 3

DDR kommt schon seit längerer Zeit bei Grafikkaten als Speicher zum Einsatz (Abkürzung GDDR3). Bei DDR 3 ist die Spannung heruntergesetzt. Deshalb ist diese Ausführung hauptsächlich für Arbeitsspeicher geeignet, welche in Notebooks betrieben werden.

Dieser Speicher ist auch schneller als die Arbeitsspeicher DDR oder DDR 2. Der Grund liegt hier bei dem Achtfach-Prefetech. Diese Ausführung kostet aber wesentlich mehr als DDR oder DDR 2.

Wie viel Arbeitsspeicher wird in der Regel benötigt?

Die Preise für Arbeitsspeicher ist im Vergleich aktuell relativ günstig. Hier kann man deshalb auch locker mehr als 4 GB als RAM verbauen. Bei der GB-Anzahl muss man jedoch beachten, dass hier jedoch ein wenig Verlust entsteht, so dass 32 Bit-Systeme dann maximal 3,5 GB vom RAM nutzen können.

Für diejenigen Betreiber, welche dann noch mehr Speicher benötigen, weil sie beispielsweise verschiedenartige Grafikprogramme benutzen und gleichzeitig parallel dazu eine Videobearbeitung durchführen, ist es sinnvoll, hier ein 64 Bit-Betriebssystem einzusetzen.

Fazit

Durch Arbeitsspeicher werden die Zugriffe auf häufig genutzte Daten wesentlich erhöht. Durch seinem Einsatz wird es ermöglicht, mehrere Applikationen gleichzeitig durchzuführen. Und daher gilt auch: Mehr Arbeitsspeicher heißt auch mehr Performance.