Was ist ein VPN – Virtual Private Network und wofür wird es benötigt?

Der Begriff VPN (Virtual Private Network) taucht zurzeit immer häufiger im Leben vieler Menschen auf. Sei es am Arbeitsplatz oder nur auf Werbeanzeigen im Internet. Um das Thema VPN kommt man in unserer immer digitaler werdenden Welt kaum noch herum. Umso wichtiger ist es, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und sich einen Überblick darüber zu verschaffen.

Grundlegendes zum VPN

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Ein Virtual Private Network (kurz VPN) sorgt einfach erklärt für eine sichere Übertragung von Daten über das Internet. Eine verschlüsselte Verbindung zwischen Netzwerken ist dann wichtig, wenn es um sensible Daten wie Passwörter, interne Firmeninformationen oder ähnliches geht.

Bei einer verschlüsselten Übertragung, wird das Datenpaket nicht sofort an den dafür vorgesehenen Empfänger gesendet, sondern geht zuvor an den vom jeweiligen Anbieter bereitgestellten VPN Server. Dieser Server verarbeitet und verschlüsselt die Daten bevor er sie an das eigentliche Ziel weiter sendet.

Gerade in öffentlichen Netzwerken wie beispielsweise einem Einkaufszentrum, einem Restaurant oder am Flughafen, ist es selbst Laien möglich, Datenpakete die innerhalb des Netzwerks versendet werden abzufangen. Gerade dort ist es wichtig, sich zu schützen und besonders dann, wenn es sich um wirklich wichtige Daten wie Kontoinformationen, Passwörter oder Firmendokumente handelt.

Funktionsweise eines Virtual Private Network

In einem Virtual Private Network sind die verschiedenen Anwender eines Netzwerks in einem in sich geschützten Teilnetz verbunden. Die Verbindungen innerhalb des Netzes sind zum Schutz vor unbefugtem Zugriff verschlüsselt. Bei diesen Verbindungen spricht man von Tunnelverbindungen, welche (wie der Name es schon verrät) von außen nicht einsehbar sind, da sie nur zwischen den Teilnehmern des Netzwerks entstehen.

Die Struktur von VPNs kann sich zwischen einfachen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen oder Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen unterscheiden. Die Punkt-zur-Punkt-Verbindung kann man sich wie eine Direktverbindung zwischen zwei Netzwerkkomponenten vorstellen.

Bei der Punkt zur Mehrpunkt Verbindung wird von einem Punkt eine Verbindung zu mehreren Endpunkten aufgebaut.

Ablauf der Verbindung

Möchte man eine VPN Verbindung beispielsweise von seinem Heimarbeitsplatz aufbauen, könnte ein typischer Verbindungsablauf wie folgt aussehen. Zuerst baut der Nutzer mit seinem internetfähigen Endgerät eine normale Verbindung zum bekannten öffentlichen Internet auf.

Daraufhin schaltet sich die auf dem Gerät installierte VPN Software dazu. Diese kann von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sein.

Die Software stellt entweder automatisch oder Benutzerdefiniert eine Verbindung zum Gateway des Firmennetzwerks her in dem man arbeiten möchte.

Daraufhin muss sich der Anwender vor dem Netzwerk authentifizieren. Hier gibt es auch viele Möglichkeiten wie das geschehen kann. Sei es ein im Client hinterlegter Schlüssel der automatisch erkannt wird, oder die altbekannte Kombination aus Benutzername und Passwort.

Sollte man sich vor dem Netzwerk erfolgreich authentifizieren, erhält man Zugriff auf die vorher von einem Administrator definierten Bereiche des Netzwerks.

Anwendungsbeispiele für ein VPN

Für viele Menschen ist die Verwendung einer VPN unumgänglich. Besonders bei Geschäftsreisen wo beispielsweise der Außendienstler über den Firmenlaptop wichtige oder sensible Daten an sein Unternehmen überträgt, sind VPNs unumgänglich. Aber auch gerade für den Privatanwender gewinnt die Nutzung einer VPN immer mehr an Attraktivität.

Schließlich gibt es so viele verschiedene Netzwerke die wir täglich nutzen, ohne es wirklich aktiv zu bemerken, sei es:

  • in der Bahn
  • im Restaurant
  • im Hotel
  • am Flughafen
  • im EinkaufszentrumIn der Universität oder an Schulen

Überall kann man zum Opfer einer Überwachung bzw. eines Datendiebstahls werden. Deshalb ist auch immer (selbst bei Verwendung einer VPN) Vorsicht geboten. Man sollte die Netzwerke denen man vertraut stets mit Bedacht wählen und sich nicht sofort im guten glauben verbinden.

Besonders interessant für Privatanwender, sollte auch die große Auswahl an VPN Server Standorten sein. Sollte es die neue Staffel der heiß geliebten Serie eines Streaming Anbieters mal wieder nur in Amerika geben, so verbindet man sich einfach mit einem Server aus den USA und kann sofort auf das Streaming Programm der USA zugreifen.

VPN als Sprachrohr zum Rest der Welt

Eine VPN sorgt aber nicht nur für eine sichere bzw. verschlüsselte Verbindung zwischen zwei Netzen sondern ermöglicht Milliarden von Menschen überhaupt in das World Wide Web zu gelangen.

Das größte Beispiel hierfür ist China. In China – das mit ca. 1,386 Milliarden Einwohnern (Stand 2017) Bevölkerungsreichste Land der Welt, hat die hiesige Regierung beschlossen, das gesamte Land von der Freiheit des World Wide Webs auszuschließen. Stattdessen verwendet China ein staatlich reguliertes Intranet, welches nur Webseiten und Dienste zulässt, die von der Regierung geduldet werden.

So kam es dazu, dass das Internet in China nahezu vollkommen zensiert wurde. Gängige westliche Apps wie WhatsApp oder Facebook wurden unter der Kontrolle der kommunistischen Partei vollkommen verboten und für die Bürger Chinas neu entwickelt. Für viele Chinesen ist eine VPN also die einzige Möglichkeit, sich ohne die gigantische Filterblase der chinesischen Regierung über die neusten Nachrichten oder dem aktuellen Zeitgeschehen zu informieren.

Zusammenfassung und Fazit

VPNs sind aus der heutigen Sicherheitsstruktur vieler Unternehmen gar nicht mehr wegzudenken. Sie verschlüsseln nicht nur Verbindungen um sensible Daten wie Passwörter, Kontodaten und vieles mehr zu schützen, sondern werden auch von sehr vielen genutzt, um überhaupt Zugriff auf öffentliche Medien zu erhalten.

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Letzte Aktualisierung am 6.12.2019 um 18:55 Uhr / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API