LAN Kabel – Was unterscheidet Cat 5, Cat 6 und Cat 7 Kabel?

Kabel in elektrotechnischen Systemen werden in Kategorien unterteilt. Das Kriterium für den jeweiligen Standard ist die Leistungsfähigkeit, die durch die Übertragungsrate bestimmt wird. Die Kategorien 1 bis 4 finden sich auch heute noch in Telefonanlagen. Cat 1 (von englisch Categorie) wurde in der Bundesrepublik verwendet, Cat 3 und Cat 4 waren in den USA üblich.

Das Kategoriensystem ist abwärtskompatibel, der höhere Standard schließt den niederen mit ein. Werden Kabel unterschiedlicher Kategorie in einer Anlage verwendet, bestimmt der niedere Standard die Übertragungsrate des gesamten Systems.

Die Übertragung in einem Netzwerk

Netzwerkkabel Cat 5, Cat 6 und Cat 7 im Patchfeld

Netzwerkkabel sind in die Kategorien Cat 5, Cat 6 und Cat 7 eingeteilt. Sie unterscheiden sich bezüglich der Übertragungsraten und in weiteren Eigenschaften. Ziel der Kategorien ist es, die Übertragungsqualität zu standardisieren. Bei der Einrichtung einer Computeranlage oder eines Netzwerks in der heimischen Umgebung – oder eines Smart Homes – sollte auch der Privatanwender auch auf die unterschiedlichen Kategorien achten, um keine Leistungseinschränkung erfahren zu müssen.

Cat 5: Wie man Normen nicht definieren sollte

Kabel der Kategorie 5 übertragen 100 Mbit/s. Heute sind allerdings nur noch Verbindungen der Kategorie 5e im Handel erhältlich, deren Übertragungsrate 1000 Mbit/s oder 1 Gbit/s beträgt. Damit sind diese Kabel tauglich für Gigabit-Ethernet-Übertragungen. Allerdings wurden die Kabelnormen 2002/2003 reformiert. Seitdem wird die Bezeichnung 5e nicht mehr verwendet, man spricht heute nur noch von Cat 5.

Das macht es bei älteren Anlagen nicht gerade einfacher. Denn nur eine Messung kann Auskunft darüber geben, welche Signalübertragung von der vorhandenen Verkabelung zu erwarten ist.

Der Anwender sollte beim Kauf von Kabeln generell die Produktbeschreibung beachten. Die Spezifikationen sind auch seitlich auf jedem Kabel aufgedruckt. Sollte „UTP“ in den Angaben zu finden sein, ist Vorsicht geboten. Denn diese Kabel sind ungeschirmt (Unshielded twistet Pair).

Diese Leitungen sind mechanisch wenig flexibel, ein maximaler Neigungswinkel sollte angegeben sein, damit sie beim Verlegen nicht brechen.

Außerdem sind sie anfällig für Interferenzen und Abhörversuche. Für die Einrichtung eines Smart Home sind diese Leitungen also vollkommen ungeeignet. Deshalb sollte der User sich für den Standard STP oder auch S/FTP entscheiden. Cat 7 gibt es nur mit dem Standard S/FTP.

Cat 6: In der Praxis kaum relevant

Die erste Kategorie, die für das schnelle 10-Gigabit-Ethernet definiert wurde, war Cat 6. Die Bandbreite beträgt 500 Mhz. Allerdings ist bei Strecken über 100 Metern die Qualität bereits eingeschränkt. Die theoretische Übertragungsgeschwindigkeit wurde aber erheblich verbessert.

Für die Praxis sollte aber angemerkt werden, dass ein privater Anwender beim heutigen Stand der Technik noch nicht einmal die 1 Gbit/s von Cat 5e voll ausnutzen kann.

Cat 7: Maximale Leistung und Flexibilität

Die Bandbreite beträgt in dieser Kategorie 600 bis 1000 Mhz. Damit können Kabel mit diesem Standard für das 10-GB-Ethernet eingesetzt werden. Die maximale Übertragungsrate mit 10 GB in der Sekunde wird von diesen Leitungen erreicht.

Als LAN-Kabel für die Verbindung zwischen PC und Router sind sie besonders geeignet, aber beim Internetanschluss für Privatkunden werden zur Zeit nur 500 Mbit/s erreicht. Immerhin ist man mit dieser Kategorie auch bei diesen Verbindungen für die Zukunft sicher eingerichtet.

Kabel der Kategorie 7 sind besonders robust und widerstandsfähig gegen Verbiegungen und bei leichten Knicken. Sie überstehen auch mechanische Belastungen problemlos. Gegenüber Störsignalen sind sie gut abgesichert, anders als Cat 5. Und auch Versuche, den Datenverkehr abzuhören, werden durch eine ausreichende Abschirmung verhindert.

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