Worauf sollte man beim Netzwerkkabel bzw. LAN-Kabel achten?

Ohne Netzwerkkabel, oder auch LAN-Kabel genannt, funktioniert keine Technik. Sie sind ein wichtiger Teil der IT- Infrastruktur im privaten Bereich sowie im Unternehmen. Sie lassen sich nach Normen unterteilen. Diese Normen legen die minimale Übertragungsgeschwindigkeit und den inneren Aufbau des Netzwerkkabels fest. Bei den Kabeln spielen unter anderem Robustheit, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit eine Rolle. Weiterhin relevant sind die Abschirmung, Kabellänge und das Thema der Ausfallsicherheit. Die Kabellänge ist meist nicht länger als 100 m.

Auch die Dämpfung spielt bei der Auswahl des Netzwerkkabels eine Rolle. Je geringer die Dämpfung ist, desto höher sind die Geschwindigkeit und Übertragungsqualität. Die Kabelabschirmung sorgt für eine optimale Ausschaltung von Störfaktoren.

Das Patchkabel

Netzwerkkabel bzw. Patchkabel in verschiedenen Farben

Beim Patchkabel handelt es sich um ein kurzes Netzwerkkabel für die Überbrückung geringer Distanzen. Ein anderer Begriff für dieses Kabel ist das LAN-Kabel. Elektrischer Strom fließt durch das Kabel hindurch und transportiert so die Informationen vom einen Ende zum anderen. Um das Kabel herum entstehen elektromagnetische Felder. Sie reagieren aufeinander und beeinflussen die Auswirkungen Stromflusses.

Dabei handelt es sich um die sogenannte Induktion. Die Induktion soll möglichst gering gehalten werden. Deswegen schirmt eine Metalloberfläche die Adern des Kabels ab.

Die Metalloberfläche besteht aus Folie oder einem engmaschigen Drahtgeflecht. Sie absolvieren überflüssige elektromagnetische Energie.

Twisted Pair oder Crossover-Kabel

Damit die Störungen innerhalb des Netzwerkkabels minimiert werden, verdreht man 2 Kabelpaare miteinander. Ein Kabel besitzt eine positive und das andere eine negative Spannung. Die Felder neutralisieren sich dadurch gegenseitig. Die einzelnen Paare sind nach außen und innen abgeschirmt. Dafür nutzt man die Bezeichnung Twisted Pair.

Mit dem Crossover-Kabel lassen sich 2 PCs direkt verbinden. Dann darf jedoch kein Switch, Hub oder Router zwischengeschaltet sein. Am häufigsten finden jedoch die Patch-Kabel Verwendung. Mit dieser speziellen Variante eines Netzwerkkabel verbindet man den Computer mit einem Router, Switch oder Hub.

Netzwerkkabel am Switch

FTP, STP und UTP

Bei FTP nutzt man für die Hülle eine Folie zur Abschirmung. STP ist von einem Drahtgeflecht umgeben. UTP besitzt keine Abschirmung für die Kabel. Aus diesem Grund sollte mal bei UTP darauf achten, dass der Abstand zu anderen elektrischen Leitungen größer gehalten wird. Findet sich vor der Bezeichnung dass S als vorangestellter Buchstabe, steht dies für Draht. F benutzt man für Folie.

Um Störungen möglichst zu vermeiden sind demnach SF/FTP-Kabel wichtig. Sie sind verdreht, abgeschirmt und haben nach außen hin einen doppelten Schutz.

Netzwerkkabel werden in Kategorien unterteilt

Die Geschwindigkeit bei LAN oder Patchkabel wird durch die Abkürzung Cat und eine Zahl von 1-7 angegeben. Heutiges Standard ist bereits Cat 5 oder Cat5e. Ursprünglich war das Standard aus 4 Adern bestehend. Cat5e bezeichnet die Übergangsphase. 2002 verschwand die alte Technik. Danach nannte man das Standard Cat5. Cat5-Kabel eignen sich für Netzwerke bis zu 1 GB Netzwerkgeschwindigkeit.

Ab der Stufe Cat6 können höhere Frequenzen genutzt werden. Sie unterstützen Geschwindigkeiten bis zu 10 GB. Der Buchstabe e der A gibt die Länge an, die für die Geschwindigkeit benötigt wird.

Der neueste Standard der heutigen Zeit ist Cat7. Er benötigt allerdings einen anderen Stecker, als die älteren Verbindungen. Für LAN-Kabel mit Cat 7 benötigt man den RJ45-Stecker. Das Format findet nur Verwendung in der professionellen IT, wo man Anschlüsse von über 50 GB nutzt.

Die CAT-Einteilung beim Netzwerkkabel:

  • CAT1: Cat1 steht für ältere Telefonleitungen.
  • CAT2: Verwendet man für Telefon- und Terminalanwendungen.
  • CAT3: Nutzt man als Telefonkabel oder Netzwerkkabel bis zu 10Mbit/s
  • CAT4: Die Verbindung findet kaum Verwendung.
  • CAT5: Dabei handelt es sich um das Standard Ethernet-Kabel. Es findet Verwendung bei 100-1000 MBit/s-Verbindungen.
  • CAT5e: Ist besser isoliert als CAT5.
  • CAT6: Ist das allgemeine Standard.
  • CAT7: Sie sind nicht kompatibel zu Geräten mit einem RJ45-Anschluss, da sie einen anderen Stecker besitzen. Sie sind nicht Standard.

Hochwertige Kabel für längere Strecken ab 15 m besitzen meist eine 2. Abschirmung. Für sie nutzt man die besagten Kabel mit Folien- oder Drahtabschirmung.

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